Am 7. November fand im Festsaal des Augustinums die 16. Tagung der Reihe „Hochaltrigsein als Herausforderung“ des Arbeitskreises „Umfassender Schutz des Lebens – aktion leben“ in Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk statt.
Unter dem Titel „Altersarmut – Perspektiven für ein Alter(n) in Würde“ stand die oft übersehene und tabuisierte Frage im Zentrum, wie ein gutes und würdevolles Leben im hohen Alter gelingen kann, wenn die finanziellen Mittel knapp sind.
Am 14. November fand im Festsaal des Augustinums die 15. Tagung der Reihe „Hochaltrigsein als Herausforderung“ statt. Die Veranstaltung widmete sich der Frage, wie die letzte Lebensphase selbstbestimmt und würdevoll gestaltet werden kann. Im Mittelpunkt standen zentrale Instrumente wie Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht, die den Willen der Betroffenen auch in kritischen Situationen sicherstellen sollen.
Fachvorträge mit vielseitigen Perspektiven
Prim. Mag. Dr. Erwin Pilgram, Facharzt für Innere Medizin und Leiter der Medizinischen Geriatrie sowie des Albert Schweitzer Hospizes, betonte die Bedeutung frühzeitiger Gespräche zur Klärung der individuellen Wünsche und Werte der Betroffenen. Entscheidungen sollten nicht nur auf medizinischen Fakten beruhen, sondern auch die Lebensgeschichte und die sozialen Bindungen berücksichtigen. Klare und verbindliche Regelungen entlasten Angehörige und Behandlungsteams.
Anita Freismuth-Jauschneg, MA, Gerontologin und Pflegeheimseelsorgerin der Diözese Graz-Seckau, widmete sich den spirituellen und seelsorgerischen Dimensionen des Lebensendes. Sie hob hervor, wie wichtig es sei, Ängsten und Unsicherheiten durch offene Gespräche zu begegnen. Selbstbestimmung bedeute auch, den Tod als natürlichen Teil des Lebens anzunehmen und die verbleibende Zeit bewusst zu gestalten.
Dr.in Michaela Wlattnig, Patient:innen- und Pflegeombudsfrau des Landes Steiermark, beleuchtete die rechtlichen und praktischen Aspekte. Sie wies darauf hin, dass eine verbindliche Patientenverfügung nur dann wirksam ist, wenn sie konkret formuliert ist und von einer ärztlichen Aufklärung begleitet wird. Eine regelmäßige Überprüfung der Dokumente sei essenziell, um sicherzustellen, dass sie den aktuellen Wünschen entsprechen.
Dialog als Schlüssel zur Selbstbestimmung
Ein zentraler Gedanke der Tagung war, dass Selbstbestimmung nicht isoliert, sondern im Dialog mit Angehörigen und Betreuungsteams gelingt. Dieses Verständnis ermöglicht eine würdevolle und respektvolle Gestaltung des Lebensendes, die Selbstbestimmung und zwischenmenschliche Verbundenheit fördert.
Lebensverlängerung durch Bewegung - Kreativität - Ernährung.
Moderate Bewegung, Mahlzeiten mit regionalen unverarbeiteten Lebensmittel zubereiten, neugierig bleiben, um den Geist fit zu halten sowie das Aufrechterhalten sozialer Kontakte waren u.a. Eckpunkte der Präsentationen der Vortragenden aus den Bereichen der Ernährungswissenschaft, dem Seniorengedächtnistraining und der Sportwissenschaft.
Es wurden viele Tipps zur altersgerechten Ernährung sowie auch Trainingsanregungen im täglichen Leben für den Körper und das Gehirn gegeben.
Am 16. Dezember 2022 fand unsere Tagung mit dem Thema: Gelingendes Miteinander in der Hochaltrigenzeit - Veränderungen im Alter gut meistern statt.
Bei der Podiumsdiskussion wurden auch Themen aus dem Publikum erörtert und mit den Zuhörern diskutiert, interessante Aspekte des täglichen Lebens im Alter beleuchtet und Wege aus schwierigen Situationen aufgezeigt.
Auf unserem Marktplatz hatten die TeilnehmerInnen auch die Gelegenheit sich Unterlagen und Informationen rund ums Älterwerden zu holen.
Seit einigen Jahren legt der Arbeitskreis Umfassender Schutz des Lebens – aktion leben steiermark verstärktes Augenmerk auf das Thema „Hochaltrigkeit als Herausforderung" und veranstaltet dazu jedes Jahr eine Fachtagung.